Wirtschaft als Schulfach?

17.01.2018 | News

 

Letzte Woche führte mich mein Weg zurück an die Universität. Ich erhielt die Gelegenheit zusammen mit Lehramtsstudenten, an einer spannenden Podiumsdiskussion an der Universität Bielefeld teilzunehmen. Dabei wurde die Frage diskutiert, ob die Einführung eines Schulfachs Wirtschaft sinnvoll ist.

Ökonomische Kenntnisse von Schüler/innen sind oftmals vollkommen unzureichend. Weder sind Schüler/innen in der Lage nach ihrer schulischen Ausbildung sich adäquat zu Themen wie Arbeitnehmerrechte oder Verbraucherschutz zu äußern, noch sind sie in der Lage ein Konto zu führen, geschweige denn Verträge abzuschließen. – diese Lücken an fundamentalem Wissen muss geschlossen werden, lautet daher der Anspruch.
Schon in den Jahren 2005-2010 hatte die FDP-Fraktion zusammen mit der CDU ein Modellprojekt gestartet, in dem ein Fach Wirtschaft an Realschulen in Nordrhein-Westfalen eingeführt wurde, das leider aber unter der rot-grünen Landesregierung wieder fallen gelassen wurde.

Wirtschaftliches Verständnis ist, meiner Meinung nach die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Zu diesem wirtschaftlichen Verständnis gehört, jungen Menschen im Rahmen der Verbraucherbildung notwendige Kenntnisse zu vermitteln, wie zum Beispiel das Führen eines Kontos oder das Abschließen von Verträgen. Geschieht dies nicht, gelangen die jungen Menschen in eine Arbeitswelt bzw. Berufswelt, die sie nicht im Ansatz überschauen noch verstehen können. Ohne dass sie eine Orientierung erhalten, fehlt ihnen ein wichtiger Teil nicht nur an Allgemeinbildung, sondern auch an ganz rudimentären praktischen Kenntnissen, die man im alltäglichen Leben benötigt.

Die Landesregierung hat deshalb beschlossen, zunächst das Fach Politik/Wirtschaft zu stärken, und langfristig ein Schulfach Wirtschaft zu entwickeln, das diese Kenntnisse vermittelt und dies mit einer Lehrerausbildung verbindet, die die Voraussetzungen schafft, das die Schülerinnen und Schüler auf eine künftige Berufswelt vorbereitet.

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