Wir brauchen eine EU-koordinierte Corona-App

Eine Corona-App soll Warnmeldungen an Personen versenden, die sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben, um sich dann eigenständig in Selbstquarantäne versetzen zu können. Die EU Kommission hat bereits eine Toolbox und Empfehlungen veröffentlicht, um bei einer solchen App zu einem gemeinsamen EU-koordinierten Ansatz zu gelangen. Einzelne EU-Länder arbeiten jedoch bisher eigenmächtig an der Entwicklung einer App gegen Corona.

Gemeinsam mit anderen Abgeordneten unserer liberalen Fraktion Renew Europe haben wir einen Brief an die Staats-und Regierungschefs geschickt, dass es eine Corona-App nur mit einem gemeinsamen europäischen Ansatz in Form einer einzigen EU-weiten-App oder mit europäischen Standards für Software und Datenschutz für nationaler Versionen geben kann. 

Unser europäischer Binnenmarkt und die Freizügigkeit im Schengen-Raum sind Herzstücke Europas und sie werden nach der Krise enorm zur Erholung der Wirtschaft beitragen. Allein 1,5 Millionen Bürger arbeiten in einem anderen europäischen Land als sie leben und 1,7 Millionen Studenten studieren in einem anderen EU-Land. 

Ein gemeinsames europäisches Handeln ist in Zeiten der Krise umso wichtiger – die Mitgliedsstaaten müssen gemeinsam an der Entwicklung einer Corona-App in Europa arbeiten.